Den letzten warmen Herbsttag vor dem Schneefall haben Pepi und ich noch genutzt, um am Wilden Kaiser die „Hazo Fantastica“ in der Sonneck Südwand zu klettern. Die Route wurde von der Seilschaft Haselsberger/Zott von unten erstbegangen  und steht für Plattenklettern vom Feinsten. Mit Gleitschirmen im Gepäck müssen wir natürlich ansonsten aufs Gewicht schauen. Also dabei nur das Nötigste: 50m Seil und 12 leichte Expressschlingen.

Um den Einstieg zu erreichen, muss man erst eine der kürzeren Sockeltouren klettern, da die Tour auf einem Grasband mitten in der Wand beginnt. Wir wählen als Zustieg die drei Seillängen der „Delikatesse (7-)“.  Wegen der tiefstehenden Sonne starten wir erst um 11:15. Müssen wir anfangs noch im Schatten mit Daunenjacke und kalten Griffeln klettern, wirds nun zunehmend wärmer und wir können am Einstieg der HaZo gemütlich Obenohne jausnen.

In der Delikatesse

Die ersten beiden Längen bieten leichte Kletterei mit etwas weiteren Hakenabständen. Mobile Sicherungen ließen sich eher nicht anbringen. Danach wirds steil und technisch schwieriger für drei Seillängen. Zuerst zwei 7er-Längen, gefolgt von einer anspruchsvollen 8- Länge. Top motiviert können wir alles rotpunkt klettern, wobei das Gewicht (auch wenn die Schirme 3kg nicht überschreiten) bzw. das Volumen des Rucksacks doch eindeutig zu spüren ist.

In zwei langen Ausstiegslängen erreichen wir nach ziemlich genau 5h gegen 16:15 den Ausstieg.

Schöner Ausblick mit Sonnenuntergang

Nach kurzer Rast gehts über den Grat nach Westen zum Gipfel der Kopfkraxen, von wo aus ein optimaler Startplatz von Süden bis Westen zu finden ist. Kurz vor Sonnenuntergang kann ich um 17.00 noch starten und Richtung Jägerwirt abgleiten. Pepi hat mit seinem SingleSkin kein Glück mehr und versucht vergeblich zu starten und muss bei Dämmerung den Abstieg antreten. Vor allem für mich ein gelungener Abschluss im Rocktober.

Mit dem Schirm gehts hinunter

Facts: Die Hazo Fantastica ist eine coole Herbsttour für Plattenschleicher. Teilweise gehts Zigzag und man braucht etwas länger um den Fels zu lesen. Ein paar Alpinexen sind von Vorteil. Mobile Sicherungsmittel sind meines Erachtens nicht nötig. Die Einstiegsvariante über die „Delikatesse“ eignet sich optimal und ist ebenfalls lohnend.

 

 

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